10-12.08.2007   Oltimer Grand-Prix auf dem Nürburgring

Wochen, wirklich Wochen hab ich mich auf diese Veranstaltung gefreut. Ich wäre sogar beim Corso dabei gewesen, um mich von tausenden begeisterten Zuschauern feiern zu lassen. Doch dann muß ich leider völlig überraschend zu Haus bleiben und statt mit mir zu fahren, müssen meine Leute den Pferdehänger mitnehmen. Aber Ponys vorm Schlachter retten hat da auch echt Priorität und so bleib ich halt traurig in meiner Garage stehen.



Aber ihr habt Glück, ich hab's grad noch geschafft, mein Spionageschwein in den Kofferraum zu schmuggeln und darum kann ich euch jetzt wenigstens ein paar Impressionen von diesem tollen Wochenende übermitteln. Also geniesst die Fotos, auch wenn's schwerfällt ohne mich. Aber ich geb's zu, bei so viel Traumautos fällt's nicht so dramatisch auf.


Schon ab morgens herrscht in den Hallen reges Treiben, jeder Besitzer, jeder Mechaniker ist im Einsatz. Letzte feine Einstellungen werden vorgenommen, alles noch mal bis ins Detail geprüft.



Im Laufe des Samstagmorgens wird es zunehmend sonnig, also Zeit, Zündkerzen mit einem höheren Wärmegrad einzusetzten. Und während der Chef persönlich noch Hand anlegt, rollen die ersten Tourenwagen schon um den Ring.


Es ist wirklich genial, drinnen kann man sich die ganzen Wagen in Ruhe angucken und draußen auf der Rennstrecke erlebt man sie dann in vollem Einsatz.





Cooper oder Alfa Romeo, wer hat die schönste Nase? Das liegt wohl allein im Auge des Betrachters, jeder für sich ist ein Schätzchen für seinen Besitzer und auch für jedes Kameraobjektiv.



Es ist unglaublich, manche Autos haben echt an alles gedacht und ihren kompletten Hausrat mitgebracht. Da stehen teilweise komplette Werkstätten mit allem, was das Oldtimerherz begehrt. Und Chris fährt ohne einen einzigen Schraubenzieher mit mir in Urlaub. Unglaublich!!!




Ok, es würde einer kleinen Kotflügelverbreiterung bedürfen, aber ansonsten würden mir die bestimmt echt gut stehen. Und meine an sich schon perfekte Straßenlage würde sich evtl. auch noch etwas verbessern.



Die nächsten Starter sind jetzt nicht so die typischen "Oldtimer", aber die gehen natürlich schon ordentlich ab und die Überholmanöver sind auch nicht von schlechten Eltern. So ein Tribünenplatz an der ...kurve bietet natürlich einen perfekten Ausblick über alle Aktionen.




Darf man vorstellen: Das ist der absolute Renn-Käppi-Bewachungs-Hund. Ja, ihr lacht, aber der Schein trügt, nur eine falsche Bewegung und er zerreißt alles......




So, noch schnell ein kleiner Dreher auf der Piste und dann geht's schon wieder ab ins Fahrerlager, wo der Soundcheck den Monteuren die Finger in die Ohren treibt. Ja gibt's denn hier kein Ohropax???

Puh, wenn man hier möglichst viel mitbekommen möchte (und das möchte man ja schließlich), muß man ganz gut zu Fuß sein, denn das nächste Rennen läuft schon wieder.




In der nächsten Rennpause gibt's dann wieder was für's Männerauge. Ferraris, soweit das geschulte Auge reicht und mittendrin..... was Sehenswertes auf zwei schlanken Beinen statt auf vier dicken Reifen. Das ist doch mal eine nette Abwechslung, oder?



Die Spiegelungen sind zwar etwas unglücklich, aber mit etwas gutem Willen ist das "Cruiser-Unser" vielleicht doch von euch zu entziffern. Oder will sich hier etwa jemand als Blindfisch outen?




Und wenn die Parkplätze überfüllt sind, lässt man sich halt mit dem Hubschrauber einfliegen. Aber wo ist denn hier vor lauter Ferraris bloß der Landeplatz?



Okay, ich hab die Instrumente gecheckt, den Motor überprüft und 'ne Probefahrt gemacht, so'n kleiner Porsche tät mir schon gefallen. Haben sie mal 'ne Visitenkarte? Ich meld mich dann so in 20 Jahren!

Ein Porsche allein ist ja schon eine Augenweide, aber so eine bunte Pallette davon ist schon ein echtes Highlight. Und jeder einzelne strahlt mit der Sonne um die Wette.




Der Mercedes oben links scheint ja für jeden Straßenbelag gerüstet zu sein. Was hat der hier denn bloß vor?

Ansonsten ist hier im Moment bei Mini, Volvo & Co so ein bisschen Siesta angesagt. Aber das kann ja keinem schaden, schließlich sind hier alle schon etwas ältere Semester.



So fachgerecht wie der Herr links seinen wilden Mustang zerlegt, so liebevoll poliert der Herr rechts sein bestes Stück auf Hochglanz.



Hey, cool, der alte Ford ist zu verkaufen, dass wär doch noch 'ne echte Alternative zu mir. Schließlich hätten sie da ein Dach über'm Kopf. Aber welcher echte Roadsterfahrer will es schon bequem haben? Also bleibt's erstmal noch bei mir allein.

Au Backe, wohl voll mit dem Schraubendreher
abgerutscht, was?!




Hey, die Nr. 18 oben im Bild sieht ja fast so aus wie ich in meiner wilden Entstehungsphase. Aber ich hab mir eigentlich vorgenommen, nicht noch mal wieder so auszusehen. Und die hier machen das völlig freiwillig. Das ist schon merkwürdig.

Auf der Piste haben alle Freude am Fahren und in der Viplounge hat Mr. Spycher die pure Freude am Zugucken. Ist also alles bestens.





Und dann kommen sie endlich, die Oldies von den Motor Klassik Lesern und das dröhnt so manchem Nachwuchsrennfahrer in den Ohren.


Mist, verfluchter, genau da wär ich jetzt auch dabei gewesen und Marion hat ganz schön zu tun, Chris über seinen unendlichen Schmerz hinwegzutrösten.
Aber vier Ponys und ein Esel werden es ihm ewig danken und das ist es uns allen wert!!!



Nicht nur die Auswahl an Oldtimern stimmt hier, auch Roadsterbrillen in Superauswahl sind hier zu finden. Und da bei den Sonnenbrillen, die wir haben, ständig die Gläser aus der Fassung fliegen (so ab 230 km/h), gibt's hier gleich ein paar neue.









Mittlerweile ist es Nachmittag geworden und meine Leute genießen das Geschehen von der Dachterrasse aus. Von hier aus hat man einen tollen Blick über den ganzen Ring.




Tja, eine Veranstaltung in diesen Dimensionen schlaucht ganz schön. Der kleine Blaue hängt ja schon völlig in den Seilen. Und Schaum vorm Mund hat er auch schon, der Arme. Nennt man das nicht Tollwut? Nee, hier heißt das, glaub ich, Bindemittel.




Von hier oben hat man natürlich auch einen Superblick auf das Geschehen bei den Startvorbereitungen für das nächste Rennen. Wie die fleißigen Ameisen sind sie da unten am Wuseln.

Jeder nimmt seinen Platz ein und dann vergehen die letzten Minuten wie in Zeitlupe, dafür wächst die Spannung mit jeder noch fehlenden Sekunde bis zum Start.




Und kaum ist das eine Rennen gestartet, beginnen schon wieder die Vorbereitungen für die Aufstellung zum Nächsten. Die Leute hier sind echt gut drauf und alles klappt wie am Schnürchen. Und das der Rennleiter so aussieht, als ob er ein Nickerchen macht, das täuscht, er guckt nur gebannt auf den Bildschirm.



Und so folgt ein Rennen auf das andere und das Zugucken will einfach nicht langweilig werden, zu unterschiedlich sind die ganzen Teilnehmer.




Auf jedes Rennen folgt natürlich auch eine Siegerehrung. Und was wäre eine Siegerehrung ohne Champagnerfontäne? Schließlich machen die Großen der Formel 1 das auch immer so und wie bei den Großen der Formel 1 macht es höllisch Spaß und klebt auch genau so.



Und was darf bei einer Siegerehrung ebenfalls nicht fehlen??? Genau, ein Kamerateam. Schließlich weiß man nie, ob und wann man mal wieder da oben steht. Und da ist es schon wichtig, dass so ein Moment festgehalten wird.

Mit Pokal und Flasche unterm Arm kann man jedenfalls völlig relaxed zu neuen Taten schreiten. Und dann gibt man auch gern das eine oder andere Interview mit ein paar Tipps für die Armen hinter sich gelassenen.




Wer stört hier? Keine Panik, dies ist keine Werksspionage, nur der Versuch, möglichst viele Eindrücke zu sammeln, damit die, die hier waren, alles nochmal Revue passieren lassen können. Und wer nicht hier war und die Bilder sieht, kriegt vielleicht Lust, 2008 dabei zu sein.



Zwischendurch finden sich immer wieder Momente zu einem kleinen Meinungsaustausch unter Teilnehmern. Bevor das nächste Rennen startet, wird noch mal kurz die Chanceneinschätzung abgefragt und dann geht es auch schon wieder auf die Piste.


Wenn nach dem Ende eines Rennens das Schätzchen geschoben wird, dann ist das meist kein so gutes Zeichen. Und so leider auch hier.

Da hat wohl einer auf der Strecke mit Steinchen geschmissen. Solche Mißgeschicke sind natürlich immer recht ärgerlich. Mir könnte so was, Gott sei Dank, nicht passieren, ich hab ja keine Seitenfenster. Hat also auch Vorteile, wo nix ist, kann nix kaputt gehen.




HEY, NUR GUCKEN, NICHT ANFASSEN.............

Ja, und für manchen endet dieser Tag leider mit mehr als nur einer kaputten Seitenscheibe, während es andere geniessen können, in die Abendsonne hinein noch eine letzte Runde zu drehen.





Langsam kehrt Ruhe ein nach diesem abwechslungsreichen Tag und auf der Terrasse des Motor Klassik Zeltes findet sich Zeit, den Tag noch einmal gedanklich an sich vorbei ziehen zu lassen. Dafür herrscht im Zelt selber mittlerweile reges Treiben und eine Superband sorgt mit den passenden Oldies für tolle Unterhaltung.


Da leidet aber jemand gewaltig hier! Lecker Essen, gute Getränke, nette Bedienung, spitzenmäßige Tanzmusik....... aber kein Mensch schafft es bis auf die Tanzfläche! Das ist ja was für Marion. Tanzmusik in Verbindung mit Stillsitzen geht ja gar nicht!!!



Eine Tanzrunde hat sie Chris dann aber doch noch entlockt, wenigstens war genug Platz auf der Tanzfläche. Und danach machen sie noch einen gemütlichen Abschiedsspaziergang durch die nächtliche Stille der Hallen und Werkstätten.


Nach Mitternacht hat dann auch der Letzte der Veteranen sein Nachthemd angezogen und ruht sich aus, bevor er am nächsten Morgen wieder voll neuer Energie an den Start geht. Ich ja leider nicht, aber den Termin für 2008 hab ich mir sofort notiert, denn dann möchte ich unbedingt selber mit dabei sein.